Die Genossenschaft

Die Puroverde eG ist ein Zusammenschluss von Konsumenten, Händlern und Produzenten um gemeinsam in Entwicklung, Anbau und Vertrieb von tropischen Produkten aus Permakultur und Waldfeldbau zu investieren.
Die Unternehmensform der Genossenschaft ist bestens geeignet um das zu erreichen, was die Einzelne nicht vermag. In der Genossenschaft können wir unsere Kräfte bündeln. Indem wir das Kapital auf viele Schultern verteilen folgt aus kleinen Beträgen, ein großer Schritt in Richtung der notwendigen Agrarwende.
Das Ziel unseres Genossenschaftsmodells ist es, Produzenten und Konsumenten zusammen zubringen um für die transparente Wertschöpfungskette vom Feld bis zu Ihrem Tisch gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

„Mehrere kleine Kräfte vereint bilden eine große Kraft, und was man nicht allein durchsetzen kann, dazu sollte man sich mit anderen vereinen.“

Hermann Schulze-Delitzsch, Gründer der ersten gewerblichen Genossenschaft

Die Gremien der PuroVerde eG

Die PuroVerde eG verfügt dafür über drei zentrale Gremien:

Der Vorstand führt die Geschäfte erstattet Aufichstrat und den Mitgliedern Bericht.
Der Aufsichtsrat berät und kontrolliert die Arbeit des Vorstandes im Namen der Mitglieder und ist an besonderes Beschlüssen beteiligt.
Die Generalversammlung dient zur Wahl des Aufsichtsrates, zur Entscheidung über die Verwendung der Jahresüberschüsse wie zur Entlastung der Arbeit von Aufsichtsrat und Vorstand.
Die Grafik links zeigt die Zusammenhänge der Gremien. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie in unserer Satzung.

Marco Soto, Assistent und Stellvertreter von Stefan Pröstler in Costa Rica, ist seit 2016 bei PuroVerde in Muelle beschäftigt.

Wie sind Sie zu PuroVerde gekommen, Herr Soto?

Seit meinem Studium zum Agraringenieur mochte ich die derzeit verfügbaren Stellen nicht. Ich war nie ein Fan von Monokulturen und konventionellen Produktionssystemen.
Jahrelang arbeitete ich für Unternehmen, die sich mit Ananasproduktionssystemen aus Produktion, Einkauf/Verkauf und Export beschäftigen. Ich selbst gründete einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb, der stets versuchte, kleinen Produzenten in der Region zu helfen, 2006 begann ich mit der Tomatenproduktion und dem Vertrieb an eine lokale Supermarktkette, später mit dem Export von Ananas und Melone in die EU. Mit diesen Erfahrungen verstand ich erstmals die Schwierigkeiten, denen ein kleiner Produzent und Exporteur ausgesetzt und ungeschützt ist.
Im Jahr 2016, als ich meinen Master-Abschluss abschloss, sah ich eine Stellenanzeige von Puro Verde und fand die Beschreibung des Unternehmens sehr interessant. Endlich hatte ich eine Übereinstimmung gefunden! Nachdem zwei erste Meetings und der Vorstellungs-Prozess statt gefunden hatten, wurde ich zu meiner Freude eingeladen, ein Teil von Puro Verde zu werden.

Was macht PuroVerde so besonders?
Was Puro Verde so besonders macht, ist der pragmatische Umgang mit Konzepten wie Permakultur, Polykultur und ökonomischer Modellierung. Die Dynamik des Unternehmens, bzw. des ganzen Projektverbundes, die im Alltag entwickelt und geführt wird, ist sehr komplex und schwierig aber dennoch wunderbar erfüllend.
Durch die enorme Komplexität und den ungemein hohen, eigenen Anspruch an unsere Produkte und Prozesse, erfordert die Arbeitsweise von Puro Verde, dass die Mitarbeiter ständig auf der Suche nach Verbesserungen in den verschiedensten Disziplinen sind.
So gehören das Scheitern und Umdenken bei unserer Pionierarbeit einfach dazu. Und es spornt jeden Tag aufs neue an, sich dem Erfolg ein weiteres Stücken zu nähern.

Unser Geschäftsmodell ist flexibel

Die PuroVerde eG kann schon mit einem geringen Startkapital mit der Bewirtschaftung beginnen. Durch die vorhandenen Strukturen im Projektverbund lassen sich beispielsweise Grundstücke oder Maschinen pachten oder mieten, anstatt diese erwerben zu müssen. So können wir uns auf die Entwicklung von Produkten konzentrieren. Erst in einer dritten Phase ist geplant, Flächen anzukaufen und mit der forstlichen Bewirtschaftung zu beginnen.

Chancen und Risiken

Ob Ernteausfall oder Preisschwankungen, die Risiken der Landwirtschaft mussten bisher die schwächsten Glieder der Produktionskette tragen. Mit der PuroVerde eG wollen wir das ändern und Gewinne und Sicherheit solidarisch teilen.

Wie geht die PuroVerde eG mit Risiken um?

Die PuroVerde eG kann auf bereits vorhandene Strukturen zugreifen und diese flexibel für Ihre Zwecke einsetzen. So stehen Chancen und Risiken in natürlicher Balance.

Sicherheit für unsere Mitglieder

  • Diversifizierte Flächen und Produkte
  • Eigenkapitalfinanzierung
  • Geringe Fixkosten durch vorhandene Infrastruktur, Maschinen, Saatgut- und Düngerherstellung
  • Anpassung der Produktauswahl an Marktpreis und Nachfrage
  • Anfängliche Pacht von Flächen anstatt hohe Kosten durch Grundstückskauf
  • Anbauerfahrung und etablierte Vertriebswege für Ingwer und Ingwerprodukte

Sicherheit für unsere Produzenten

  • Rücklagen aus Unternehmensgewinnen für Ernteausfälle und Preisschwankungen
  • Zentrale Koordination von Anbau und Vermarktung in Abhängigkeit von der Nachfrage
  • Lagerkapazitäten zur Abpufferung von Preisschwankungen
  • Unabhängigkeit von Zwischenhändlern durch Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette aus einer Hand
  • Einbettung in den Projektverbund und dessen Infrastruktur zur Nutzung von Know-How und Material

UNSERE PARTNER – DER PROJEKTVERBUND FUTUROVERDE

Mit den zahlreichen Praxisprojekten, die seit 2007 in Costa Rica umgesetzt wurden, verfügt PuroVerde eG über eine ideale Basis für eine sichere und nachhaltige Entwicklung der Genossenschaft. Die PuroVerde eG kann also bereits mit geringem Startkapital mit der Bewirtschaftung beginnen.

Erfahrung in Aufforstung

  • 1.300 ha mit 30 heimischen Edelholzarten in Mischwald aufgeforstet
  • Naturschutzzonen und Biodiversitätskorridore

Erprobter Waldfeldbau

  • Anbau von Bio-Ingwer, Maniok, Bohnen, Ananas und Zierpflanzen erfolgreich erprobt
  • Natürliche Dünger- und Humusproduktion

Moderne Infrastruktur

  • Maschinen, Büro- und Wirtschaftsgebäude
  • IT-Lösungen für Anbauplanung, Verwaltung, Buchhaltung und Vertrieb

Qualifiziertes Team

  • Costa-ricanische Agrar- und Forstingenieure betreuen das Projekt
  • Eingespieltes und geschultes Team von Land- und Forstarbeitern

Funktionierende Regionalwirtschaft

  • Dorfläden zur Versorgung der ländlichen Region sind bereits aufgebaut
  • Verarbeitung, Lagerung und Verpackung von Feldfrüchten schafft weitere Arbeitsplätze vor Ort

Mit Klick auf das jeweilige Logo öffnet sich in einem neuen Fenster die Website des jeweiligen Partners.

Die ersten Mitglieder bei der Gründung (v.l.n.r)

Die PuroVerde eG stellt sich vor

Aufsichtsrat:
Sven Packebusch (Aufsichtsratsvorsitzender)
Manuela Weigel (stellv. Aufsichtsratsvorsitzende)
Ulrich Martin Drescher
Lea Bartels
Georg Scheller-Dinescu

Vorstand:
Leo Pröstler (Vorstandsvorsitzender)
Heiko Rock

Die zehn Standorte des Projektverbundes

Den Anfang macht die PuroVerde eG mit dem Anbau von Bio-Ingwer auf der Finca “Rio Cuarto” im Nordwesten von Costa Rica.
Im zentralen Büro des Projektverbundes findet die Verwaltung und Koordination aller Aktivitäten in Costa Rica statt.

Ideen pflanzen

Neue Ideen der Aufforstung, Landwirtschaft und Finanzierung sind die Basis für nachhaltige Entwicklung.

Wirtschaft ändern

Transformationeffekte für Wirtschaft und Gesellschaft bewirken und langfristige Perspektiven schaffen.

Zukunft ernten

Der Plattform beitreten und mitgestalten, um das Plus für kommende Generationen zu verwirklichen.